Falsche Lebensversicherungen: aussichtsreicher Widerruf bei unrichtiger Widerspruchsbelehrung

Falsche Lebensversicherungen sind solche mit falscher Widerspruchsbelehrung. Roland Klaus, von Beruf freier Journalist und Gründer der Interessengemeinschaft für Ihr Recht, IG Widerruf mit Sitz in der hessischen Stadt Eschborn, vertritt die Auffassung, dass deutlich mehr als 50 Prozent aller in den 1990er Jahren bis zum Jahr 2007 abgeschlossenen Verträge für Kredite, Lebens- und Rentenversicherungen in Bezug auf die Widerspruchsbelehrung unzureichend bis hin zu falsch sind.

Falsche Lebensversicherungen erfolgreiche widerrufen

Das berechtigt die Versicherten oder Kreditnehmer zur Rückabwicklung ihres Vertrages. Die ist ein Kraftakt gegen den Willen der Versicherung oder des Kreditinstitutes als Vertragspartner. Der wehrt sich vehement gegen eine Rückabwicklung, die oftmals nur mit der Brechstange möglich ist. Nach Erfahrung von Roland Klaus ist eine Rückabwicklung, wenn sie denn gekonnt angefasst wird, in den meisten Fällen allerdings erfolgreich. Wie das gehen kann und sollte, wird in den folgenden Ausführungen deutlich.

Der Versicherte sollte sich zunächst an die IG Widerruf wenden und seine falsche Lebensversicherung zur Formulierung der Widerspruchsbelehrung prüfen lassen. Das geschieht kostenlos durch Experten, Juristen und Gutachter. Wenn das Ergebnis im Sinne des Versicherten positiv ist, dann geht es im nächsten Schritt an die tatsächliche Rückabwicklung. Besteht eine Rechtsschutzversicherung und ist die Rückabwicklung ein Leistungsfall, dann sollte ein Rechts- oder Fachanwalt beauftragt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch jetzt noch eine neue Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden.

Alternativ dazu bietet die IG Widerruf ihre Mithilfe auf Erfolgsbasis an. Das prozentuale Erfolgshonorar errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Rückkaufwert einerseits und dem Rückabwicklungswert andererseits. Dem Versicherten entstehen für falsche Lebensversicherungen (genauer: deren Rückabwicklung) so und so keinerlei Kosten; weder bei Erfolglosigkeit noch bei der Rückabwicklung. Beträgt die Differenz beispielsweise 10.000 Euro, dann reduziert sie sich bei einem Erfolgshonorar von 30 Prozent auf 7.000 Euro für den Versicherten.

Für falsche Lebensversicherungen gilt: bei einer erfolgreichen Rückabwicklung ist der Versicherer dazu verpflichtet, die eingezahlten Beiträge zuzüglich der Rendite auszuzahlen, die er erwirtschaftet hat. Für den geleisteten Todesfallschutz wird ein verhältnismäßig niedriger Abzug fällig. Auch die Kosten für Verwaltung, Vertrieb und Abschluss der Versicherung, die der Versicherer intern verrechnet und einbehält, werden bei der Rückabwicklung erstattet. Allein dieser Kostenfaktor macht die Rückabwicklung allemal lukrativer als eine Kündigung.

Die abschließende Empfehlung von Roland Klaus lautet, nichts zu unterschreiben oder eigenständig zu unternehmen, sondern zunächst einmal Rat bei der IG Widerruf einzuholen. Das kostet nichts, sorgt jedoch für Sicherheit zu den beiden Punkten Widerspruchsbelehrung und Vertragsrückabwicklung.


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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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