VHV - vorläufige Zahlen: in 2003 mit profitablem Wachstum erfolgreich
Die VHV-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2003 ertragreich gewachsen. Die vier deutschen Versicherungsgesellschaften der VHV-Gruppe - VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., VHV Autoversicherungs-AG, Deutsche Kautionsversicherung für die Bauwirtschaft AG und Hannoversche Lebensversicherung AG - verzeichneten zusammen einen Zuwachs der verdienten Bruttobeiträge von 3,4 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro. Die Konzerneigenmittel können voraussichtlich von 605,7 Millionen Euro auf 710 Millionen Euro (+17,2 %) erhöht werden. Die Kapitalanlagen stiegen von 10,9 Milliarden auf 11,5 Milliarden Euro.
Die Kompositgesellschaften - VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., VHV Autoversicherungs-AG und die Deutsche Kautionsversicherung für die Bauwirtschaft AG - konnten ihr marktüberdurchschnittliches Wachstum der letzten Jahre fortsetzen. Die Hannoversche Lebensversicherung AG wurde nach dem Zusammenschluß mit der VHV erfolgreich in die VHV-Gruppe integriert. Mit der Erhöhung ihrer Eigenmittel um 220 Millionen Euro und dem Abbau ihrer stillen Lasten von 380 Millionen Euro auf 180 Millionen Euro wurden 2003 die Weichen für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung gestellt.
Vorstandsvorsitzender Uwe H. Reuter: "Die VHV hat in den letzten Jahren ein straffes Fitness-Programm durchlaufen. Kontinuierliche und konsequente Verbesserungen in Service, Qualität und Kosten zeigen jetzt erste nachhaltige Ergebnisse. Wir werden diesen Prozeß fortsetzen und insbesondere in die Weiterentwicklung der Hannoverschen Leben einbringen." Reuter fügte hinzu, die VHV-Gruppe sei für 2004 vorsichtig optimistisch. Allerdings unterstreiche die VHV-Gruppe mit diesen Ergebnissen ihre Strategie der Nachhaltigkeit und langfristigen Stabilität. "Die Kunden können darauf vertrauen, daß wir solide und verläßlich für sie wirtschaften", so Reuter.
Starkes Wachstum im Kompositbereich
Im Kompositbereich konnte die Zahl der Versicherungsverträge 2003 gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf 5,3 Millionen Stück (Vj.: 4,9 Mio. Stück) erhöht werden. Das Wachstum lag damit deutlich über dem Marktdurchschnitt von zwei bis drei Prozent. Der verdiente Bruttobeitrag ist auf 1,14 Milliarden Euro (+ 9,6 %) ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen.
Durch den stark gestiegenen Bruttobeitrag und eine vorsichtige Zeichnungspolitik konnte die Schadenquote auf 80,7 Prozent (Vj.: 84,7 %) gesenkt werden. Die Combined Ratio wurde ebenfalls von 104,8 Prozent auf 100,1 Prozent deutlich gesenkt. Diese positive Entwicklung zeigte sich sowohl im privaten als auch im gewerblichen Geschäft.
Trotz anfallender Fusionskosten konnte die Verwaltungskostenquote (Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb) im Kompositbereich von 20,1 Prozent auf 19,4 Prozent der verdienten Bruttobeiträge gesenkt werden.
Aufgrund der positiven Beitrags- und Schadenentwicklung wurden der Schwankungsrückstellung der Kompositgesellschaften insgesamt 84,9 Millionen Euro zugeführt. Damit können die Eigenmittel voraussichtlich auf insgesamt 554 Millionen Euro erhöht werden. Alle erkennbaren steuerlichen Risiken 2003 wurden im Jahresabschluß berücksichtigt.
"Der Kompositbereich war 2003 der Treiber unseres positiven Geschäftsergebnisses. Dies ist das Ergebnis eines planvollen und konsequenten Optimierungsprozesses der letzten drei Jahre", so Reuter. "Hinzu kommt ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis unserer Produkte sowie eine gute Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern."
Die Kompositgesellschaften im einzelnen:
VHV Autoversicherungs-AG
Wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung der Kompositgesellschaften hatte 2003 die VHV Autoversicherungs-AG. Sie konnte die Zahl der Versicherungsverträge marktüberdurchschnittlich um 10,6 Prozent steigern. Auch der verdiente Bruttobeitrag ist um 11,4 Prozent auf 875 Millionen Euro deutlich gewachsen. Der Gesamtmarkt der Kraftfahrtzeugversicherungen verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Beitragsanstieg von knapp zwei Prozent und einen Anstieg der Verträge von 0,3 Prozent. Besonders zu erwähnen ist hierbei die erfolgte Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 80,1 Millionen Euro (Vj.: Auflösung von 22,7 Mio. Euro) und die damit verbundene weitere Stärkung der Eigenmittel.
VHV a.G. (Haftpflicht-, Sach- und Unfallversicherungen)
In den Bereichen Haftpflicht-, Sach- und Unfallversicherungen liegt die VHV a.G. mit einem Anstieg der verdienten Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft um vier Prozent auf 237,8 Millionen Euro ebenfalls über der Marktentwicklung. Die Zahl der Verträge wuchs um 6,1 Prozent auf 1,3 Millionen.
Deutsche Kautionsversicherung für die Bauwirtschaft AG
In der Deutschen Kautionsversicherung für die Bauwirtschaft AG wurden am Jahresende 21.014 Kundenbeziehungen betreut. Das entspricht einer Steigerung von 8,2 Prozent zum Vorjahr. In 2003 wurden insgesamt 192.704 Bürgscheine mit einem Obligo von rund 1 Milliarde Euro ausgereicht. Die verdienten Bruttobeiträge stiegen um 7,4 Prozent von 23,0 Millionen Euro auf 24,7 Millionen Euro. Der Schwankungsrückstellung wurde ein Betrag von 2,3 Millionen Euro zugeführt. Die Deutsche Kautionsversicherung für die Bauwirtschaft betreibt als Spezialversicherer ausschließlich das selbst abgeschlossene Kautionsgeschäft für die Bauwirtschaft.
Hannoversche Leben: Voraussetzungen für Weiterentwicklung geschaffen
Bei der Hannoverschen Lebensversicherung AG wurden die Eigenmittel um 220 Millionen auf 326 Millionen Euro erhöht. Zugleich konnten die stillen Lasten um über die Hälfte auf 180 Millionen Euro (Vj.: 380 Mio. Euro) abgebaut werden. Als ersten Erfolg der Neuausrichtung hält die Hannoversche Leben ihre Überschußbeteiligung konstant bei vier Prozent.
In 2003 betrugen die verdienten Bruttobeiträge 809,3 Millionen Euro (Vj.: 845,4 Mio. Euro) und die Verträge 789.176 Stück (Vj.: 793.083). Der bislang rückläufige Trend im Neugeschäft konnte nach dem Zusammenschluß mit der VHV im vierten Quartal mit deutlichen Steigerungen erstmals umgekehrt werden. Die Verwaltungskostenquote konnte mit 4,1 Prozent der verdienten Beiträge (Vj.: 4,2 %) nochmals gesenkt werden und zählt weiterhin zu den niedrigsten der Branche. Die Stornoquote von 2,6 Prozent (Vj.: 2,3 %) liegt nach wie vor deutlich unter dem Branchendurchschnitt.
Die Hannoversche Lebensversicherung AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuß von fünf Millionen Euro. Dieser Betrag wird voraussichtlich dem Eigenkapital der Gesellschaft zugeführt. Alle steuerlichen Risiken 2003 wurden im Jahresabschluß berücksichtigt.
"Bei der Hannoverschen Leben haben wir 2003 die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung gestellt. Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Wir werden die Erfahrungen aus der erfolgreichen Entwicklung des Kompositgeschäftes auf die Hannoversche Leben übertragen und in einem kontinuierlichen Prozeß das Vertrauen unserer Kunden und die Attraktivität der Produkte steigern. Das überdurchschnittliche Jahresendgeschäft zeigt einen ersten positiven Trend in der Entwicklung der Gesellschaft", so Reuter.
VHV-Gruppe: Positive Entwicklung durch langfristig angelegte Optimierung von Service, Qualität und Kosten
Der Prozeß einer ständigen Optimierung von Service, Qualität und Kosten wurde von der VHV im Jahre 2000 begonnen und soll langfristig und nachhaltig die Wettbewerbspositionierung über eine gesteigerte Kunden- und Vermittlerzufriedenheit verbessern.
Hierzu wurden auch 2003 eine Reihe von Maßnahmen erfolgreich umgesetzt:
Durch die organisatorische Trennung von operativer Umsetzung und konzeptionellem Arbeiten wurde die Grundlage für eine nachhaltige Optimierung der Qualität und Kosten geschaffen.
Durch eine konsequente Standardisierung und Automatisierung konnten die Komplexität von Arbeitsabläufen reduziert und die Schadenregulierungen kostensenkend beschleunigt werden. Die internen Vertriebskosten konnten ebenfalls gesenkt werden.
Die telefonische Erreichbarkeit für Kunden und Makler wurde deutlich verbessert.
Die Produktivität konnte gesteigert werden. Die Zahl der Verträge pro Mitarbeiter hat sich 2003 um rund vier Prozent erhöht.
Die Besetzung von Führungsebenen und Stabsstellen wurde kontinuierlich qualitativ optimiert. Durch die Zusammenlegung von Querschnittsfunktionen der Unternehmen VHV und Hannoversche Leben im Rahmen der Fusion wurde die Effizienz zusätzlich gesteigert.
2004: Lebensversicherungsprodukte auch im Vermittlervertrieb
Im laufenden Jahr wird die VHV-Gruppe als letzten Schritt im Fusionsprozeß die vertriebliche Ausrichtung optimieren. Im Rahmen einer Zwei-Markenstrategie wird sich die Hannoversche Leben auf den Direktvertrieb konzentrieren, während die Marke VHV Partner für Vermittler und Mehrfachagenten bleibt. Als Vermittlerversicherer wird die VHV ihre Angebotspalette um die Sparte Leben ergänzen. Mit einer neuen Gesellschaft "VHV Lebensversicherung AG" werden ab Juni Altersvorsorge- und Lebensversicherungsprodukte angeboten, die speziell auf die Bedürfnisse der Vermittler und deren Kunden zugeschnitten sind.
Quelle: Pressemeldung VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G.
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