Konzerngewinn im 1. Halbjahr 2010 deutlich ausgebaut

11.08.2010 | Köln
Die Generali Deutschland Gruppe, zu der unter anderem die Generali Versicherungen, AachenMünchener, CosmosDirekt und Central Krankenversicherung gehören, hat ihren Erfolgskurs im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt.

Die zweitgrößte Erstversicherungsgruppe im deutschen Markt konnte ihr Ergebnis vor Finanzierungsaufwendungen und Steuern im 1. Halbjahr 2010 um rund 86% auf 321 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 173 Mio. €; im Folgenden in Klammern) steigern.

Der Konzerngewinn erhöhte sich insgesamt auf 180 (113) Mio. €. Entscheidend für diese Entwicklung war das Kapitalanlageergebnis, das vor allem aufgrund geringerer Abschreibungen auf 1.724 (922) Mio. € ausgebaut werden konnte. Zudem schlugen sich die operativen Verbesserungen und rückläufigen Gesamtkosten positiv im Ergebnis nieder.

Die über alle Versicherungssparten erzielten Prämieneinnahmen stiegen in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4% auf rund 8,3 Mrd. € an. Besonders deutlich konnten die Personenversicherer zulegen: In der Lebensversicherung lag das Beitragswachstum bei 11,6% - hervorgerufen durch das stark gestiegene Geschäft gegen Einmalbeitrag. Die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung konnten erneut überdurchschnittlich um 11,3% ausgebaut werden. Demgegenüber gingen die Beiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft im Segment Schaden- und Unfallversicherung wie erwartet um 1,5% zurück. Hier machten sich der weiterhin intensive Preiswettbewerb, vor allem in der Kfz-Sparte, sowie die vorsichtige Zeichnungspolitik bemerkbar.

"Mit den jetzt vorliegenden Halbjahreszahlen liegt die Generali Deutschland Gruppe voll auf Kurs. Wir sind sehr zuversichtlich, unsere hochgesteckten Ziele für das Jahr 2010 und somit auch unseren angestrebten Konzerngewinn von mehr als 360 Mio. € zu erreichen", sagte Dietmar Meister, Sprecher des Vorstands der Generali Deutschland Holding.

Grundlage für den Erfolg der Generali Deutschland Gruppe bildet die Marken- und Vertriebswegevielfalt des Konzerns: "Wir verfügen über ausgezeichnete Vorsorgeprodukte, starke Vertriebswege und eine hohe Beratungskompetenz. Zudem profitieren wir weiterhin von angestoßenen Maßnahmen, die sich positiv auf unsere operativen Kennzahlen wie zum Beispiel die Gesamtkosten oder die Combined Ratio auswirken", so Dietmar Meister.

Stark gestiegene Beitragseinnahmen

Mit einem Plus von 8,4% hat die Generali Deutschland Gruppe im 1. Halbjahr 2010 einen deutlichen Beitragszuwachs erzielt. Die Gesamtbeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen auf 8.295 (7.654) Mio. €.

In der Lebensversicherung konnte der auch in der Branche zu beobachtende leichte Rückgang der laufenden Beiträge durch ein starkes Wachstum der Einmalbeiträge mehr als ausgeglichen werden: So erhöhten die Lebensversicherer des Konzerns ihre Gesamtbeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft - einschließlich der Sparanteile und Beiträge aus Investmentverträgen in relevanten Lebensversicherungsprodukten - um 11,6% auf 5.383 Mio. €. Die Branche verzeichnete im gleichen Zeitraum, ebenfalls bedingt durch hohe Steigerungen im volatilen Einmalbeitragsgeschäft, ein Wachstum von 14,2%. Die gebuchten Bruttobeiträge des Konzerns nach IFRS ohne die genannten Sparanteile lagen um 4,5% unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Der Neuzugang in der Lebensversicherung der Generali Deutschland Gruppe konnte vor allem durch das Geschäft gegen Einmalbeitrag gesteigert werden, das sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1.501 (881) Mio. € fast verdoppelte. Beim Neugeschäft gegen laufende Beiträge ergab sich erwartungsgemäß ein leichter Rückgang auf 377 (385) Mio. €. In Summe verzeichnete das Neugeschäft in APE (Annual Premium Equivalent1) deshalb einen Anstieg um 11,6% auf 528 Mio. €. Die Versicherungssumme des Vertragsbestands erhöhte sich von 409.286 auf 418.175 Mio. €.

In der Krankenversicherung konnte sich die Generali Deutschland Gruppe erneut deutlich besser entwickeln als der Markt. Während die Branche bezogen auf das Gesamtjahr 2010 von einem Plus von 5,0% ausgeht, wuchsen die Krankenversicherer der Gruppe im 1. Halbjahr weiterhin zweistellig. Das Beitragsvolumen im selbst abgeschlossenen Geschäft wurde auf 1.088 (977) Mio. € gesteigert, das entspricht einem Zuwachs von 11,3%. Die Anzahl der versicherten Personen in der Vollversicherung konnte seit Jahresbeginn um rund 9.500 auf ca. 509.000 erhöht werden. Allerdings gingen die Neugeschäftszahlen nach den überproportional hohen Zuwächsen im Vorjahr erwartungsgemäß zurück.

Das schwierige Marktumfeld in der Schaden- und Unfallversicherung blieb auch im 1. Halbjahr 2010 ein bestimmender Faktor: Aufgrund der Fokussierung auf ertragreiches Wachstum, einer risikobewussten Zeichnungspolitik sowie infolge des fortwährenden Preiswettbewerbs in der Kfz-Sparte sanken die Beiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft um 1,5% auf 1.825 (1.852) Mio. € (Jahresprognose für die Branche: 0,5%).

Maßgeblichen Anteil an der insgesamt erfolgreichen Entwicklung der Beitragseinnahmen im 1. Halbjahr 2010 hatte im 35. Jahr seines Bestehens erneut der langjährige strategische Vertriebspartner der Generali Deutschland Gruppe, die Deutsche Vermögensberatung.

Weitere operative Verbesserungen

Parallel zu der positiven Beitragsentwicklung erzielte die Generali Deutschland Gruppe in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres weitere operative Verbesserungen: Die Gesamtkosten (netto) ohne Provisionen konnten dank der bereits in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, der kontinuierlichen Arbeit an den Prozessen und Strukturen und einer damit weiter steigenden Kosteneffizienz planmäßig abgesenkt werden. Auch für das Gesamtjahr 2010 erwartet der Konzern eine erneute Senkung der Kosten gegenüber dem Vorjahr.

Trotz des Sturmereignisses "Xynthia" im 1. Quartal 2010 blieb die Nettoschadenbelastung im Berichtszeitraum - auch aufgrund einer verringerten Großschadenbelastung - nahezu konstant. Die Combined Ratio der Gruppe im Bereich Schaden- und Unfallversicherung lag zum 30. Juni 2010 bei 96,3% (95,9%) und damit nur leicht über dem Jahresziel von unter 96%.

Kapitalanlageergebnis fast verdoppelt

An den Finanzmärkten waren im 1. Halbjahr 2010 uneinheitliche Entwicklungen zu beobachten: Während das Zinsniveau für erstklassige Staatsanleihen erneut fiel, stiegen vor allem in den mit hohen Staatsschulden belasteten Ländern die Renditen. Die europäischen Aktienmärkte gaben im Laufe des 2. Quartals vor dem Hintergrund unsicherer Konjunkturaussichten deutlich nach.

Bei der Neuanlage setzte die Generali Deutschland Gruppe den Fokus auf erstklassige Unternehmens- und Staatsanleihen sowie europäische pfandbriefähnliche Papiere. Das Kapitalanlageergebnis (netto) stieg zum 30. Juni 2010 auf 1.724 Mio. € und übertraf damit den Vorjahreswert von 922 Mio. € deutlich. Verantwortlich für diese positive Entwicklung war insbesondere der stark gesunkene Wertberichtigungsbedarf.

Positive Ratings bestätigt

Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat am 10.08.2010 das Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength Rating) der Generali Deutschland Holding AG sowie der Versicherungsunternehmen der Generali Deutschland Gruppe mit "Aa3" bestätigt. Der Ausblick bleibt unverändert "stabil".2

Ausblick für 2010 optimistisch

Die Generali Deutschland Gruppe ist mit ihren Marken im deutschen Erstversicherungsmarkt hervorragend positioniert: Die Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Gruppe bilden die intensive Nutzung der Vorteile eines integrierten Konzerns sowie die Marken- und Vertriebswegevielfalt. Mit Blick auf die positive Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2010 rechnet die Generali Deutschland Gruppe auf Gesamtjahressicht weiterhin mit einem insgesamt überdurchschnittlichen Beitragswachstum.

Allerdings gehen diese positiven Erwartungen in Bezug auf die Beitragsentwicklung mit den nach wie vor unsicheren Bedingungen an den internationalen Kapitalmärkten einher. Das Konzernergebnis der Generali Deutschland Gruppe wird auch im Geschäftsjahr 2010 maßgeblich von der Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses abhängig sein. Unter der Voraussetzung, dass weitere außergewöhnliche Schadenereignisse ausbleiben und sich keine deutlichen und anhaltenden Belastungen für die Kapital- und Immobilienmärkte im laufenden Jahr ergeben, blickt die Gruppe optimistisch in die Zukunft und hält für das Geschäftsjahr 2010 weiterhin an ihrem angestrebten Konzernüberschuss von über 360 Mio. € fest.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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