Continentale: Starkes Wachstum in Kfz- und Lebensversicherung
Auch im Geschäftsfeld Lebensversicherung konnte der Verbund zum Teil stark überdurchschnittliches Neugeschäft verzeichnen ", betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Horst Hoffmann. Insgesamt steigerte der Verbund aus sieben Versicherern und einer Kapitalanlagegesellschaft seine Beitragseinnahmen um 3 Prozent auf über 3,5 Milliarden DM. Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 13 Prozent auf 18,3 Milliarden DM.
Im Hauptgeschäftsfeld des Verbundes, der Krankenversicherung, sind die Beiträge der arbeitsteilig operierenden Unternehmen Continentale Krankenversicherung a.G. und Europa Krankenversicherung AG 1999 nur leicht auf 1,95 Milliarden DM gestiegen, was auf eine moderate Anpassungspolitik zurückzuführen ist, die zum Teil mit Beitragssenkungen verbunden war. "Neben der in der gesamten Branche vorgenommenen Beitragssenkung in der Pflegeversicherung haben wir auch in einem unserer Haupttarife den Beitrag deutlich gesenkt", so Dr. Hoffmann. Die Maßnahmen haben zwar nicht zu einer Beitragssteigerung beigetragen, aber wachstumsbelebend bei der Anzahl der Versicherten gewirkt.
Die Continentale hatte im Juni 1999 die Beiträge innerhalb ihrer Tariflinie BUSINESSLINE um durchschnittlich 10 Prozent gesenkt. Das Unternehmen verzeichnet inzwischen rund 90 Prozent seines Neugeschäfts in BUSINESSLINE. Im Haupttarif erhalten Versicherte, die keine Rechnungen einreichen, eine garantierte Pauschalleistung, nicht eine je nach Überschußsituation unterschiedliche Beitragsrückerstattung. Für das erste leistungsfreie Jahr liegt diese bei drei Monatsbeiträgen und steigert sich jährlich bis auf sechs Monatsbeiträge ab dem vierten Jahr. Ein Arbeitnehmer kann somit, unter Einbeziehung des Arbeitgeberzuschusses, nach vier Jahren ohne eigenen Aufwand krankenversichert sein. Mehr als drei Viertel der Versicherten des am stärksten nachgefragten BUSINESSLINE-Tarifes reichen keine Rechnungen ein, sondern nehmen die Pauschalleistung in Anspruch. Die Versicherten verfügen so über einen größeren finanziellen Spielraum für ihre Gesundheitsfinanzierung und Vorsorge. Für das Unternehmen wirkt sich die Attraktivität der Pauschalleistung positiv auf die Risikostruktur und die Kosten aus.
Die Continentale Krankenversicherung gehört mit einer Verwaltungskostenquote von 2,9 Prozent zu den kostengünstigsten Krankenversicherern. Daher konnten fast 400 Millionen DM über Beitragsrückerstattungen an die Versicherten zurückfließen. Die Kapitalanlagen des Unternehmens stiegen um 14 Prozent auf 7,4 Milliarden DM.
Der durch die Steuerpläne der Bundesregierung ausgelöste Boom der Branche wirkte sich auch auf den Verbund im Geschäftsfeld Lebensversicherung aus. Beim Serviceversicherer Continentale Lebensversicherung a.G. erhöhte sich der Bestand im Branchentrend um 10 Prozent auf 29,3 Milliarden DM Versicherungssumme. Der Direktversicherer Europa Lebensversicherung AG steigerte den Bestand sogar um 20 Prozent auf 36,5 Milliarden DM und wuchs deutlich stärker als der Markt. Die Kapitalanlagen der Continentale Lebensversicherung stiegen um 7 Prozent auf 5,8 Milliarden DM, die der Europa Lebensversicherung um 19 Prozent auf 919 Millionen DM. Beide Unternehmen konnten auch 1999 eine günstige Überschußentwicklung vorweisen. 98 Prozent dieser Überschüsse kommen den Versicherten zugute. Die Europa Lebensversicherung konnte sich auch 1999 als Deutschlands kostengünstigster Lebensversicherer behaupten. Sie senkte die Verwaltungskostenquote abermals von 0,9 Prozent im Vorjahr auf 0,8 Prozent.
Sehr gut entwickelt haben sich in einem schrumpfenden Gesamtmarkt die beiden Sachversicherer des Verbundes, der Serviceversicherer Continentale Sachversicherung AG und der Direktversicherer Europa Sachversicherung AG. Während die Beitragseinnahmen der Branche in der Schaden- und Unfallversicherung um 0,4 Prozent zurückgingen, steigerte die Continentale ihre Beitragseinnahmen um 2 Prozent, die Europa sogar um 11 Prozent auf insgesamt 521 Millionen DM. Zu verdanken war dieses Wachstum der Kfz-Sparte. Während im gesamten Markt die Zahl der Versicherungsnehmer nur um 1,5 Prozent stieg und die Beiträge um 0,8 Prozent zurückgingen, gab es im Verbund kräftige Zuwächse. Die Continentale Sachversicherung steigerte ihre Beitragseinnahmen in dieser Sparte um rund 4 Prozent, die Zahl der Versicherungsnehmer sogar um gut 13 Prozent. Noch besser entwickelte sich die Kfz-Sparte der Europa: Hier stiegen die Beiträge um 14 Prozent, die Zahl der Versicherungsnehmer wuchs sogar um rund 17 Prozent.
"Der Verbund setzt in der Kfz-Sparte schon seit geraumer Zeit auf ein einfaches, transparentes Tarifsystem ohne komplizierte Rabatte, ohne Haken und Ösen. Dieses Tarifsystem wird vom Markt offenkundig positiv aufgenommen. Zudem schreibt der Verbund in Kfz - im Gegensatz zu den meisten anderen Unternehmen - keine roten Zahlen und konnte daher zunächst auf die Beitragserhöhungen verzichten, die von vielen anderen Unternehmen vorgenommen wurden ", erläuterte Dr. Hoffmann.
Der Rechtsschutzversicherer des Verbundes, die DEURAG Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG, buchte 1999 Beiträge in Höhe von 149 Millionen DM, 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang war das Ergebnis einer kundenorientierten Politik der DEURAG: Den Versicherten werden verstärkt Angebote mit Selbstbehalt angeboten. Ferner verzichtete die DEURAG 1999 auf eine Beitragsanpassung - im Gegensatz zum Großteil der Branche. Die Kapitalanlagen des Unternehmens erhöhten sich um 10 Prozent auf 329 Millionen DM. Eine deutliche Entlastung war im Schadenbereich zu verzeichnen. Durch aktives Schadenmanagement und -Controlling konnten die Zahlungen für Versicherungsfälle leicht von 96 auf 91 Millionen DM reduziert und damit ein Jahresergebnis auf dem Rekordniveau von 28 Millionen DM erzielt werden.
Vom Börsenboom des vergangenen Jahres profitierte die Fondsgesellschaft des Verbundes, die Münchner Kapitalanlage AG. Sie steigerte das von ihr verwaltete Fondsvermögen an Publikumsfonds um 24 Prozent auf 3 Milliarden DM.
Quelle: Pressemeldung Der Versicherungsverbund Die Continentale
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