BHW steigert Erträge und Neugeschäft
Über eine von steigenden operativen Erträgen geprägte Ergebnisentwicklung und ein weiterhin hohes Neugeschäftsniveau berichtet der BHW Konzern für das 1. Halbjahr 2004. Sowohl das Halbjahresergebnis als auch das Ergebnis für das 2. Quartal bestätigen damit den ertragswirtschaftlichen Wachstumskurs des Konzerns und liegen im Zielkorridor des angestrebten Jahresergebnisses. Hohe zweistellige Neugeschäftszuwächse bei Fonds (+ 70 Prozent) und Lebensversicherungen (+ 38 Prozent) spiegeln die erfolgreiche strategische Ausrichtung auf den Markt der privaten Vorsorge wider.
Betriebsergebnis und Bilanzgewinn legen deutlich zu
Der Bilanzgewinn stieg im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 54,9 Mio. Euro. Spürbar verbessert haben sich dabei die operativen Ergebnisse. Der Rohüberschuss kletterte durch Steigerungen beim Provisions- und Zinsüberschuss um 16,8 Prozent auf 445,4 Mio. Euro. Zur Verbesserung des Zinsüberschusses um 14,4 Prozent auf 425 Mio. Euro hat neben der Veräußerung von Forderungsbeständen die positive Entwicklung der Bestände der Vor- und Zwischenfinanzierungen beigetragen. Ebenfalls deutlich wuchs der Provisionsüberschuss mit einer Steigerung von 10,4 Mio. Euro auf 12 Mio. Euro.
Angesichts spürbar gestiegener Erträge und relativ konstanter Verwaltungsaufwendungen hat sich die Cost-Income-Ratio im Vergleichszeitraum von 71,9 Prozent auf 63,2 Prozent verbessert.
Nach Berücksichtigung eines um 2,5 Prozent gesunkenen Saldos aus Risikovorsorge und Wertpapierergebnis in Höhe von - 79,4 Mio. Euro weist BHW zum 30.06. ein Konzernbetriebsergebnis von 65,0 Mio. Euro aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Steigerung von 19,9 Prozent.
Der negative Börsentrend führte zu Abschreibungen auf eigene Aktien in Höhe von 21,2 Mio. Euro (Vorjahr 9,8 Mio. Euro). Dadurch sank der Halbjahresüberschuss nach Steuern von 43,4 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 33,7 Mio. Euro. Nach der Kompensation der Abschreibungen durch die Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien beläuft sich der Bilanzgewinn des 1. Halbjahres 2004 auf 54,9 Mio. Euro, ein Zuwachs von 1,7 Mio. Euro. In den Abschluss wurde erstmals die AXA Bausparkasse einbezogen.
Segmentbetrachtung bestätigt Wachstum der Vorsorge-Geschäftsfelder
In der Segmentbetrachtung zeigen sich erneut die Vorsorge-Geschäftsfelder des Konzerns als Wachstumsträger. Mit einem Halbjahresergebnis von 77,8 Mio. Euro hat das Kernsegment "private Baufinanzierung" das Vorjahresresultat um 5,3 Prozent gesteigert. Das Segment bildet weiterhin die Basis des Erfolges der gesamten Unternehmensgruppe.
Im Geschäftsfeld "privater Vermögensaufbau" erhöhte sich das Ergebnis der ersten sechs Monate auf 6,9 Mio. Euro, ein Zuwachs von fast 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Dies zeigt, dass sich die überdurchschnittlichen Neugeschäftserfolge im Fonds- und Lebensversicherungsgeschäft trotz weiterer Zukunftsinvestitionen ertragswirtschaftlich zu rentieren beginnen.
In den von der AHBR getragenen Segmenten "Staatskredite" und "gewerbliche Baufinanzierung" schlägt sich die Restrukturierung und selektive Verstärkung der Geschäftsaktivitäten der Hypothekenbanktochter nieder. In der "gewerblichen Baufinanzierung" hat sich der positive Trend fortgesetzt. Das Ergebnis erhöhte sich im 1. Halbjahr auf 3,3 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 0,6 Mio. Euro im Vorjahr. Im "Staatskreditgeschäft" beläuft sich das Ergebnis auf - 8,8 Mio. Euro. Ein direkter Vergleich der Zeiträume ist wegen der Maßnahmen zur Restrukturierung nur bedingt möglich.
Zweites Quartal 2004 im Zielkorridor
Mit einem Quartalsbilanzgewinn von 27,7 Mio. Euro bestätigt sich auch im zweiten Quartal dieses Jahres die kontinuierliche und planmäßige Ertragsentwicklung des Konzerns. Die operativen Erträge stiegen - verglichen mit dem ersten Quartal 2004 und dem zweiten Quartal 2003 - spürbar an. So wuchs der Rohüberschuss im zweiten Quartal 2004 um über 5 Prozent auf 228,6 Mio. Euro gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres. Das Konzernbetriebsergebnis stieg auf 33 Mio. Euro (1. Quartal 32 Mio. Euro) und weist gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2003 (15 Mio. Euro) eine beachtliche Steigerung auf. Die buchmäßige Fortschreibung des aktuellen Börsenwertes der eigenen Aktien führt zwar zu einem reduzierten Quartalsüberschuss, wird durch die Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien jedoch bilanziell vollständig wieder ausgeglichen.
Weiterhin hohes Neugeschäftsniveau
Trotz eines auch von politischen Sondereinflüssen geprägten Rekordneugeschäfts im Vorjahr konnte BHW im 1. Halbjahr 2004 an die Vorjahresergebnisse anknüpfen und seine Gesamtvertriebsleistung mit 16,7 Mrd. Euro auf Rekordniveau halten. Nochmals zugelegt hat dabei das Kerngeschäftsfeld "privater Vermögensaufbau". Hier wurde der Absatz von Fondsprodukten um gut 70 Prozent gesteigert. Die klassischen Vorsorgeprodukte der Lebensversicherung legten um gut 38 Prozent zu. Damit bestätigt sich dieses Geschäftsfeld als wichtigster Wachstumsmarkt für die Vorsorgestrategie des Konzerns.
Obwohl sich im Geschäftsfeld "private Baufinanzierung" die schwache Baukonjunktur bemerkbar macht, konnte das hohe Neugeschäftsniveau weitgehend gehalten werden. So liegt das Bausparneugeschäft (eingelöst) mit 6 Mrd. Euro zum 30.06. auf Vorjahresniveau. Im beantragten Neugeschäft zeigt sich mit ebenfalls knapp 6 Mrd. Euro (Vorjahr 7,3 Mrd. Euro) die von der Branche erwartete Normalisierung nach dem Boomjahr 2003.
Die Ende 2003 durch die Diskussion um die Eigenheimzulage in erheblichem Maße vorgezogenen Baufinanzierungen bewirken einen leichten Rückgang der bauspar-unabhängigen Wohnungsbaufinanzierungen. Dennoch konnte BHW - entgegen der allgemeinen Marktentwicklung - mit rund 3,5 Mrd. Euro das Vorjahresniveau von 3,7 Mrd. Euro in etwa wieder erreichen und damit seine starke Marktposition weiter festigen.
Ausblick
BHW erwartet für die 2. Jahreshälfte einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf. So wird trotz der herrschenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am ambitionierten Ziel eines Bilanzgewinns von etwa 106 Mio. Euro nach Steuern festgehalten. Aufgrund der starken Positionierung im Markt der privaten Vorsorge werden insbesondere für das Fonds- und Lebensversicherungsgeschäft weiterhin beachtliche Wachstumspotenziale gesehen. So dürfte die künftige Teilbesteuerung der Kapitalerträge von Lebensversicherungen für eine höhere Nachfrage im 2. Halbjahr sorgen. Im Bausparen und in der privaten Baufinanzierung werden sich dagegen die außergewöhnlichen Steigerungsraten des Vorjahres erwartungsgemäß nicht wiederholen und das Abschlussvolumen unter Vorjahresniveau auslaufen.
Gerade für das wichtigste Altersvorsorgeprodukt der Deutschen, die eigenen vier Wände, ist es daher von besonderer Wichtigkeit, dass potenzielle Bauherren und Erwerber nicht weiter durch politische Diskussionen um die Eigenheimförderung verunsichert werden.
Den Halbjahresbericht finden Sie unter www.bhw.de/zwischenberichte im Internet. Ein gedrucktes Exemplar schicken wir Ihnen gerne zu.
Quelle: Pressemeldung BHW Bausparkasse AG
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